Tigran Hamasyan

A Fable

Label/AN:  Verve, 3591734
Format:  2 LP 180g

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Rezension

Dies war nicht nur das erste Album des armenischen Pianisten auf einem großen Label, es war auch das erste, auf dem seine musikalische Vision vollständig ausformuliert war. Eine Vision, die europäische Klassik (vor allem Spätromantik und Impressionismus), amerikanischen Jazz der Keith Jarrett-Schule und die traditionelle Musik seiner Heimat miteinander verschmilzt; das Ergebnis ist mit kaum etwas vergleichbar. Hamasyan war hier erstmals unbegleitet zu hören – wobei sein Klavierspiel so reich und intensiv ist, daß ein nicht allzu konzentrierter Hörer schwören wird, mindestens ein Trio gehört zu haben! Auch der gelegentliche wortlose Gesang stammt von ihm – man würde da tatsächlich gerne mehr von hören, die Stimme ist äußerst angenehm. “Someday My Prince Will Come” ist der einzige Jazz-Standard hier, doch Hamasyans eigenwillige Deutung macht auch diesen zu etwas gänzlich Eigenem. Kollegen wie Trilok Gurtu oder Herbie Hancock bezeugten dem damals 24jährigen ihren tiefen Respekt für diese Leistung, und die London Jazz News nannte ihn treffend “a monster pianist”. Ein Monster mit einem ausgeprägten Sinn für Lyrik und Klangschönheit, sollte man ergänzen. – Erstmals Vinyl. (2011/2021)