Robert Glasper

Black Radio III

Label/AN:  Loma Vista Records, LVR02358
Format:  2 LP

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Rezension

Beinahe eine Dekade ist vergangen seit den dicht aufeinanderfolgenden ersten beiden Teilen von Robert Glaspers “Black Radio”-Projekt. Viel ist seither geschehen, in vielerlei Hinsicht: Es gab Donald Trump, die Ermordung George Floyds, eine Pandemie – und Jazz wurde zur angesagtesten Underground-Musik. Das spiegelt sich natürlich in Glaspers Musik: “Black Radio III” knüpft zwar konzeptuell an die Vorgänger an in seiner Zusammensetzung aus Jazz, Funk und R’n’B, ist aber stilistisch noch breiter gefächert – was man schon an den Namen der diesmal beteiligten Kollegen sehen kann, von Meshell Ndgeocello über DJ Jazzy Jeff, Marcus Strickland, Amir Sulaiman, Q-Tip, Esperanza Spalding, Common, Pino Palladino, Ledisi und India.Arie bis Gregory Porter (neben Glasper-Vertrauten wie Bassist Burniss Travis II und Drummer Justin Tyson): Eine Besetzung, so wenig über einen Kamm zu scheren wie die Black Community, oder die Menschheit als Ganzes. Und doch scheint hier wieder alles zusammenzugehören, entstehen ungeahnte Beziehungen zwischen den Genres, dadurch auch neue Perspektiven. Gleichzeitig wirkt das Album intensiver, überwältigender noch als seine beiden Vorgänger. Kaum möglich, ihm mit Worten gerecht zu werden. (2022)