Johannes Brahms

Die vier Symphonien / Akademische Festouvertüre / Tragische Ouvertüre / Haydn-Variationen

Weitere Interpreten:  Wiener Philharmoniker, Dirigent: Sir John Barbirolli
Label/AN:  Warner Classics, 9029561189
Format:  4 LP 180g

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Rezension

Trotz Generationen-Unterschied wird der große britische Spätromantiker Edward Elgar gerne als “englischer Brahms” bezeichnet; und eine charakterliche Verwandtschaft der Musik ist auch nicht von der Hand zu weisen. Da liegt es nahe, daß sich in der Diskographie eines der bedeutendsten Elgar-Interpreten des 20. Jahrhunderts auch Brahms-Einspielungen von ewiger Gültigkeit finden. Schon einige Jahre zuvor hatte der Brite mit “seinem” Hallé Orchestra exzellente Beiträge zur Brahms-Diskographie geleistet; Ende der 1960er nahm er dann den gesamten Zyklus nebst “Nebenwerken” mit den Wienern auf – eine der bis heute besten Gesamteinspielungen. Vor allem in den Bläsern (auffällig etwa im Kopfsatz der zweiten, auch in der Einleitung der dritten Symphonie) zeigt sich ihr besonderer Charakter: Sir John hat eine eigene Werkauffassung, die man vielleicht sogar als “britisch” bezeichnen kann, die der Klangästhetik des Norddeutschen Brahms aber gewiß nicht zuwiderläuft. Besonders in den Mittelsätzen entsteht dann eine bemerkenswert schlichte Art von reiner Klangschönheit: Kein Wunder, daß das (britische) Klassik-Magazin “Gramophone” in der damaligen Rezension der “Dritten” von einem “clear winner” unter den vielen Einspielungen des Werkes schwärmte. Wobei man nicht vergaß, auch die großartige Leistung des Aufnahmeteams zu erwähnen… (2019)