Jake Xerxes Fussell

Jake Xerxes Fussell

Label/AN:  Paradise of Bachelors, PoB17
Format:  LP

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Rezension

Nein, wie ein Anfang- oder Mittzwanziger klingt Jake Xerxes Fussell (er heißt wirklich so!) nicht – wenn auch nicht ganz so alt, wie die Songs, die er vorzugsweise singt. Es hat wohl mit der Art zu tun, wie er aufwuchs: Sein Vater ist ein engagierter Folk-Forscher, und er nahm den Filius frühzeitig mit auf seine langen Überlandreisen, auf denen er alte schwarze Blues-Musiker besuchte, die Musik weißer Hinterwäldler ebenso aufnahm wie die der amerikanischen Ureinwohner. So etwas färbt ab. Und in diesem Fall fiel dieser konzentrierte musikalische Input auf besonders fruchtbaren Boden: Fussell jr. beschloß früh, selbst zum Teil dieses großen musikalischen Erbes des nordamerikanischen Kontinents zu werden. Sein Debüt spielte er mit einer Crew aus handverlesenen Kollegen ein: William Tyler (der auch produzierte), Chris Scruggs (Enkel des legendären Bluegrass-Miterfinders Earl!), Fiddler Hoot Hester und Ex-Silver Jews-Drummer Brian Kotzur – es ist ein Album, wie es auch vor 20, 40 oder 60 Jahren hätte aufgenommen werden können; bestehend aus Songs, die Fussell vermutlich im väterlichen Archiv entdeckte und deren jüngster aus dem Jahre 1967 stammt, der älteste datiert von 1923 (ist aber vermutlich noch deutlich älter). Fussell singt diese Songs, wie dies wohl nur jemand kann, der sie so wie er von Kindheit an aufgesogen hat – und der die Geschichten dahinter sozusagen aus erster Hand erzählt bekommen hat. Authentischer kann man diese Musik heute kaum mehr erfahren; und besser gespielt hört man sie auch eher selten…! (2015)