Terry Allen

Juarez

Label/AN:  Paradise of Bachelors, POB26
Format:  LP 180g + Download

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Rezension

Terry Allen, Jahrgang 1943, dürfte eine der außergewöhnlichsten Mehrfachbegabungen in der Musik- und Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts sein. Wiewohl er mit so unterschiedlichen Künstlern wie Lucinda Williams, Guy Clark und David Byrne zusammenarbeitete und seine Alben unter Kennern zu den feinsten Delikatessen im Americana-Genre zählen, ist er als Maler und Konzeptkünstler weit erfolgreicher; seine Bilder hängen weltweit in Museen und Galerien. “Juarez” ist sein Debütalbum – einst als “Begleitung” für eine Kunstausstellung konzipiert; die (unbezahlbare) Originalpressung erschien mit einigen Lithographien als “Beigabe”, Nachdrucke liegen dieser Neuauflage sogar bei (nebst einem 24-Seiten-Booklet)! Das Album erzählt die Geschichte zweier Paare auf einer Sauftour, die in einer mörderischen Jagd durch die kalifornische Wüste endet. Doch selbst, wenn man der Story nicht folgt (was angesichts der sofort gefangennehmenden Outlaw-Stimme Allens eigentlich schwierig ist): Diese in kürzester Zeit hingworfenen Songs haben eine sagenhafte Anziehungskraft. Da kaum Budget vorhanden war, besteht die Instrumentierung fast ausschließlich aus einem Klavier – von Allen äußerst akzentuiert selbst gespielt. Mehr braucht’s auch gar nicht, um mindestens auf dem selben Level zu stehen wie Willie Nelsons “Red Headed Stranger”. Sollte man nicht verpassen – die Auflage ist überschaubar! (1975/2016)