Rezension
Dafür, daß dieses Album ganz zweifelsfrei nicht nur zu seinen besten gehört, sondern überhaupt eines der ganz großen Big Band-Kunstwerke der Ära darstellt, ist es geradezu sträflich unbekannt; auch auf CD gibt es kaum Wiederauflagen (in den letzten 20 Jahren nicht eine). Der Flügelhornist tat sich hierfür mit dem genialen Arrangeur Oliver Nelson zusammen, und der schuf großartige Settings, zu denen Farmer einige der inspiriertesten Soli seiner Diskographie blies. Nelsons Tonsprache mit dem Jazz-Orchester ist eine ganz eigene, aber fraglos auf demselben stellaren Niveau wie die von anderen zeitgenössischen Big Band-Innovatoren wie Kenton oder Gil Evans. Und natürlich war die Band grandios besetzt – etwa mit Phil Woods, Ray Copeland, Clark Terry, Snooky Young, Jimmy Cleveland und Urbie Green, nebst einer Rhythm Section aus Tommy Flanagan, George Duvivier, Charlie Persip und Ray Barretto… Highlight: Eine sagenhafte Version von Coltranes "Naima"! – Reissue aus der "Verve Vault Vinyl-Reihe, gemastert von Ryan K. Smith! (1963/2026)





