Marc Ribot

Silent Movies

Label/AN:  Pi Recordings, PILP34
Format:  LP

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Rezension

Natürlich sind alle Marc Ribot-Alben außergewöhnlich, aber dieses hier zeigte ihn doch noch einmal von einer kaum bekannten Seite – hört man hier doch nicht Ribot, den Avantgardisten, sondern Ribot, den Melodiker! Die Grundidee zu diesem reinen Solo-Gitarrenalbum (alle Stücke sind One-Takes, Overdubs gibt es nur wenige) entstand, als Ribot live eine Vorführung von Charlie Chaplins “The Kid” begleitete (da wäre man auch gerne dabeigewesen…); einige Stücke entstanden ursprünglich für eine Dokumentation der Filmemacherin Natalia Almada. Ribot zeigt sich in diesen 13 Stücken vor allem als Sensibilist; zwar gibt es auch durchaus lebhafte Momente, doch überwiegen die introvertierten, manchmal fast meditativen Momente. Manchmal ist auch eine Verwandtschaft zu Neil Youngs “Dead Man”-Soundtrack hörbar (wenn Ribot zum elektrischen Instrument greift). Ein überraschend schönes, fast schlichtes Meistewerk dieses Ausnahmemusikers. – Erstmals auf Vinyl. (2010/2021)