Charles Lloyd

Trios – Ocean

Label/AN:  Blue Note, 4533305
Format:  LP

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Rezension

Den zweiten Teil der “Trios”-Trilogie spielte der 84jährige Saxophonveteran mit Pianist Gerald Clayton (bei dessen Vater, dem gleichnamigen Bandleader, spielte ein ganz junger Charles Lloyd in den 1950ern!) am Klavier und Gitarrist Anthony Williams ein. Der kammermusikalische Charakter des Vorgängers wird zunächst aufgegriffen, doch so meditativ wie in “The Lonely One”, dem ersten der vier Stücke, bleibt es nicht: Auf dem lustig hüpfenden “Hagar Of The Inuits” werfen die drei Protagonisten (Lloyd am Altsaxophon) sich mit hörbarer Spielfreude die Bälle zu; es folgt der der Künstlerin Virginia Jaramillo gewidmete, herrlich groovige “Jaramillo Blues” (Lloyd greift dafür zur Flöte). Auf der Schlußnummer “Kuan Yin” meint man zunächst, einen Kontrabass zu hören, aber das ist Clayton, der mit der rechten Hand die Bass-Saiten des Klavier abdämpft, während er mit der linken spielt. Nach diesem erstaunlichen Intro beginnt der Pianist einen Rumba-Rhythmus, zu dem Lloyd dann einsteigt; zunächst sanft und lyrisch, doch das Stück entwickelt sich erstaunlich, bis es am Ende wieder zur Ruhe findet. Trio-Jazz oberhalb der Bewertungsskala, ebenso essentiell wie der Vorgänger! (2022)