Jon Benjamin

Well I Should Have…

Label/AN:  Sub Pop, SP1151
Format:  LP

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Rezension

Das Album beginnt damit, daß Jon Benjamin dem Teufel seine Seele verkaufen will, um ein genialer Jazzpianist zu werden. Doch auch der Leibhaftige hat gewisse Qualitätsstandards und kauft nicht alles. Benjamin nimmt das Album trotzdem auf, ohne jemals an einem Klavier gesessen zu haben. Daß der Rest der Band aus gestandenen Musikern wie Saxophonist Scott Kreitzer, Bassist David Finck und Drummer Jonathan Peretz besteht, setzt das tatsächlich ziemlich stümperhafte Geklimper des Protagonisten, der in den USA ein bekannter Komiker ist, in einen ziemlich absurden Kontext. Und immer, wenn einem Zweifel kommen, ob Benjamin nicht vielleicht doch Klavierspielen kann, weil er zufällig einen interessanten Akkord oder mehrere Noten in passender Reihenfolge trifft, kommt garantiert der nächste Moment, da man diese Theorie beiseite schieben muß. Kult oder Schrott? Muß jeder selbst entscheiden. Immerhin verkaufte sich die erste Vinylausgabe gut genug, um vergriffen zu sein; zum fünften Geburtstag dieses seltsamen Machwerkes wurde nachgepreßt. (2015/2020)