Yehudi Menuhin / Ravi Shankar

West Meets East

Label/AN:  Warner Classics, 2564648415
Format:  LP 180g

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Rezension

Es waren nicht die Hippies gewesen, die die Musik Indiens zuerst für sich entdeckten. Ravi Shankar, Jahrgang 1920, war schon seit gut zehn Jahren in Europa und den USA als Botschafter seiner Musikkultur unterwegs gewesen und hatte etliche Platten auf westlichen Labels veröffentlicht. Und der amerikanisch-jüdische Stargeiger Yehudi Menuhin hatte sich schon für diese Kultur interessiert (und einen Yogi nach Europa gebracht), als die Beatles noch mit Murmeln spielten. Im Sommer 1966 gaben die beiden auf dem Bath Festival in England erstmals ein gemeinsames Konzert, bald darauf folgte diese Schallplattenaufnahme, bis heute ein Symbol für das friedliche Miteinander unterschiedlicher Kulturen. Shankars drei auf Ragas basierende Kompositionen auf Seite eins integrieren Menuhins Violine auf noch heute erstaunlich selbstverständliche Art. Die Seite zwei findet ohne indische Meistermusiker statt, der Violinist wird von seiner Schwester Hephzibah am Klavier begleitet. Doch ist die dritte Violinsonate des großen Rumänen George Enescu (übrigens Menuhins Lehrer in den 20er Jahren!) sowohl in ihren Bezügen auf (nah)östliche Folklore als auch in ihrer Komplexität durchaus bestens geeignet, die Brücke zwischen den musikalischen Idiomen mitzubauen… (1967/2016)