Bob Brown

Willoughby’s Lament

Label/AN:  Tompkins Square, TSQ5142
Format:  LP 180g

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Rezension

Bei Browns Debüt konnte man die Jazzanleihen bereits erahnen, hier sind sie unüberhörbar – was das Album stilistisch in die Nähe von Joni Mitchell rückt. Eine Verwandtschaft zu Nick Drake ist aber auch hier erkennbar: Eine ausgesprochen reizvolle Kombination. Die Arrangements sind immer noch feinste Kammermusik, doch vielschichtiger – Violine, Bratsche und gestrichener Kontrabass ergeben ein Streichtrio, Vibraphon und Pedal Steel setzen gelegentlich Farbakzente. Mentor Richie Havens, der auch diesmal produzierte, ist sogar als Backgroundsänger zu hören. Dessen Label Stormy Forest wurde zwar immerhin von MGM vertrieben, aber dort gab man auch diesmal kaum einen Dollar für Marketing aus – das Album, vermutlich eines der schönsten im Folk/Songwriter-Bereich seines Jahrgangs, floppte vollkommen. Im folgenden Jahrzehnt nahm Brown noch einige Anläufe, doch die beiden (!) Alben, die er für Columbia Mitte der 70er aufnahm, wurden gar nicht erst veröffentlicht. Anfang der 80er ließ dieser überaus talentierte Mensch die Musik hinter sich… Seine beiden nun offiziell wiederveröffentlichten ersten (und letzten) Alben legen nahe, daß das sehr zu bedauern ist. (1971/2016)