Rezension
Noch bevor der junge Brite überhaupt sein Debütalbum veröffentlicht hatte, hatte er bereits den Kritikerpreis der Brit Awards in der Tasche und für Bob Dylan und Neil Young Shows eröffnet. Wer seine Songs kennt (das Album besteht etwa zur Hälfte aus solchen, die in den letzten zwei Jahren auf 7″s und EPs veröffentlicht wurden), wundert sich kaum darüber: Die Intensität, mit der Fender sie singt, erinnert etwa an den frühen Springsteen. Und anders als so viele andere Jungtalente ist er kein Eskapist: Eine romantische Seite hat er zwar durchaus, aber vor allem ist er ein scharfer Beobachter, der sich nicht scheut, in seinen Texten deutliche Worte zu aktuellen Themen zu finden und Position zu beziehen. Fenders Songs sind nicht nur kraftvoll, sie sind auch relevant. Vor allem aber sind sie mitreißend. Und wenn seine Generation solche role models hervorbringen kann, ist vielleicht doch noch nicht alles verloren. (2019)