Rezension
Nicht, daß es nicht reichlich satten Rock gäbe auf dem von Chuck Leavell produzierten Solo-Debüt des damals noch vor allem als Allman-Gitarristen in Erscheinung getretenen Warren Haynes. Doch die besten Tracks hier sind die langsameren. Denn die lassen nicht nur Haynes' Songwriting-Talent leuchten, sie zeigen auch seine bis dato unterschätzte Begabung als Leadsänger. Songs wie "Movers And Shakers" oder "Tattoos And Cigarettes" sind diesbezüglich herausragend. Wobei Haynes' gitarristische Genialität natürlich auch nicht zu kurz kommt! Besonders erfreulich dabei, daß Haynes bereits hier sehr genau wußte, wann ein Solo zu Ende sein sollte: Endloses Gegniedel gibt es hier nicht. – Neuausgabe auf blauem Vinyl, neu abgemischt von Tonmeister-Legende Jim Scott und einen Bonustrack enthaltend ("Tear Me Down")! (1993/2025)




