Rezension
Seinen 75. Geburtstag (am 18.3.) begeht die Gitarrenikone mit einem sehr speziellen Album. Besetzt ist es mit alten Freunden, allerdings in erstmaliger Kombination: Zum einen die bewährten Trio-Partner Thomas Morgan und Rudy Royston an Bass und Schlagzeug, zum anderen jenes Streichtrio aus Jenny Scheinman (Violine), Eyvind Kang (Bratsche) und Hank Roberts (Cello), mit dem Frisell 2005 das von Gerhard Richter inspirierte "Richter 858" eingespielt hatte. Diesmal geht es aber nicht um Kunst, sondern um die Vereinigung von Frisells beiden Leidenschaften: Jazz und Americana. Duke Ellington und Stephen Foster sind da nicht nur jeweils mit einer Komposition vertreten, sondern überhaupt ganz nah beieinander in diesen Stücken, die trotz durchaus komplexen Arrangements die Simplizität von Country-Songs ausstrahlen. Auch deren Melancholie: Das Bild eines vergangenen Amerikas, das hier beschworen wird, mutet in der aktuellen Gegenwart wie ein wirklich ferner Traum an… (2026)






