Rezension
Ein damals wie heute erstaunliches Album. Denn der Blues war anno 1990 nicht gerade der letzte Schrei. Wobei Stevie Ray Vaughan ja immerhin bewiesen hatte, daß man doch noch eine internationale Karriere darauf aufbauen konnte; sein Erfolg war vermutlich der Hauptbeweggrund für Elektra, Campbell unter Vertrag zu nehmen. Der sein Majorlabel-Debüt mit 38 Jahren aber nun nicht dazu nutzte, Griffbrett-Pyrotechnik (zu der er ja durchaus fähig war) zu demonstrieren, sondern für ein atmosphärisch dichtes, dunkles, auch unheimliches Album: Mitternachts-Blues, garantiert Chart-untauglich. Näher am klassischen Hard Rock zeigte er sich auf dem Nachfolger, mehr war ihm nicht mehr vergönnt, denn am 13.Juni 1993 blieb sein Herz stehen. "One Believer" bleibt sein Meisterwerk und künstlerisches Vermächtnis. – Erstmals seit der Originalpressung auf Vinyl; 750 numerierte Exemplare, transparent-blau. (1991/2026)






