Maria Muldaur

One Hour Mama – The Blues Of Victoria Spivey

Label/AN:  Nola Blue, NB44V
Format:  LP

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Rezension

Es war im Jahre 1964, Muldaur war Mitglied der Jim Kweskin Jug Band, die auf dem Newport Jazz Festival auftrat. Dort war auch eine Legende zugegen: Die 1906 geborene Blues-Veteranin Victoria Spivey (die zwei Jahre zuvor einem jungen Mann Namens Bob Dylan zu einigen seiner frühesten professionellen Studioaufnahmen verholfen hatte) sah den Auftritt, Muldaur fiel ihr auf – sie nahm die junge Sängerin anschließend beiseite und ermutigte sie zu einer Solo-Laufbahn, die sie in den Folgejahren auch weiter unterstützte. Außerdem schrieb sie ein warmherziges Review zu dem Konzert, und dieses, Muldaur bis dahin unbekannt, entdeckte ein Fan und schickte es der Sängerin, inzwischen fast 80. Die sich daraufhin daran erinnerte, was Spivey (die 1976 starb) für sie getan hatte und beschloß, daß es höchste Zeit war, der Mentorin ein Denkmal zu errichten. Hier ist es: Muldaur singt Spivey, mit herrlichen, an die 1920er/30er angelehnten Arrangements. Spiveys Songs sind von der Energie und dem Selbstbewußtsein der Pionierin geprägt, in ihren Texten führte sie die Männerwelt gerne vor. Die hier 82jährige Muldaur (die hörbar Spaß an diesen Songs hat) ließ sich dabei von der New Orleanser Band Tuba Skinny begleiten, als Gäste treten Elvin Bishop und Taj Mahal (beide ihr Jahrgang: 1942!) in Erscheinung. Das Einzige, was an diesem Album bedauerlich ist, ist, daß "Queen Victoria" es nicht hören kann. Aber vielleicht tut sie's ja doch. (2026)

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