Rezension
In den 60ern war der Saxophonist nach einer Zeit mit Phil Woods als einer der wenigen Weißen oft im Soul Jazz-Kontext zu erleben, etwa mit den Organisten Groove Holmes oder Jimmy McGriff. Sein satter Ton weist auch auf seinen späteren Alben auf diese Vergangenheit hin. Die Diskographie ist leider recht schmal; zu den wenigen Alben unter eigenem Namen zählen aber immerhin zwei auf Venus. Dieses, eingespielt mit dem Trio des Pianisten Joe Martino (am Bass George Mraz, am Schlagzeug Ben Riley) war das erste. Tetsuo Hara sorgte dafür, daß die physische Präsenz seines Saxophonspiels (in "Body And Soul" vielleicht besonders schön zu erleben) immer wieder begeistert. Ein besonders schöner Moment: Kindreds Einsatz im Titelstück nach Mraz' schwer groovender "Walking Bass"-Einleitung! – Erstmals auf Vinyl seit der (um fünf Stücke gekürzten!) Originalpressung. (2004/2026)






