Rezension
Wie immer man sich Musik für Saxophon und elektrischen Bass vorstellen mag: Dieses Album klingt auf jeden Fall anders. Schon allein, weil Sam Gendel sein Instrument mittels Loops und klanglicher Verfremdungen sozusagen Fremdsprachen lernen ließ. Das Avantgarde-Duo aus Los Angeles gibt sich jedenfalls nicht mit "natürlichen" Limitierungen ihrer Instrumente zufrieden und erweitert deren klangliches Spektrum erheblich. Eine Genre-Zuschreibung ist entsprechend schwierig, denn eine Grenze zwischen elektronischer Musik und Jazz ist hier nicht auszumachen. Fest steht, daß hier gleich bündelweise – und auf bemerkenswert unaufdringliche, meist durchaus lyrische Art – Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie es weitergehen könnte. Das visionäre Werk erschien bereits 2018 als Privatpressung, zwei Jahre später gab es eine ebenfalls sehr limitierte Vinylausgabe auf Leaving Records, Diese wurde nun noch einmal aufgelegt, dürfte aber auch nicht allzu lange verfügbar sein… (2018/2026)






