Rezension
Das erste Album für Warner war im Vorjahr ebenso wie die beiden zuvor erschienenen noch auf Geheimtippstatus hängengeblieben, aber mit "Summer Breeze" änderte sich alles für Jim Seals und Dash Crofts, beides Musiker mit bereits einigen Erfahrungen. Der Titeltrack ist einer der Songs, der das Genre Soft Rock mitdefinierte, dabei aber keinesfalls banal, sondern ein meisterliches, fein gearbeitetes Stück Pop. Dasselbe gilt für "Hummingbird", den anderen großen Hit des Albums, dessen Streicher niemand Geringeres als Altmeister Marty Paich arrangierte. Die wahren Perlen aber sind Songs wie "Funny Little Man", das verspielt klingende, aber textlich tiefe "Say", das countryeske "Fiddle In The Sky" oder "Advance Guards", auf denen das Duo durchweg sowohl seinen Harmoniegesang wie seine überragenden instrumentalen Fertigkeiten ausspielen konnten. Eine HQ-Ausgabe, die die raffinierten Arrangements und die musikalische Meisterschaft entsprechend ausleuchtet, ist schon lange überfällig. Matthew Lutthans masterte vom Originalband! (1972/2026)






