Rezension
Zwar liegt das letzte gemeinsame Album acht Jahre zurück und alle drei Musiker haben natürlich auch andere Projekte, aber grundsätzlich spielt dieses Trio nun seit über 35 Jahren in unveränderter Besetzung zusammen, eine im Jazz seltene Konstante! Es wundert daher nicht, daß es in Sachen der klassischen Besetzung Hammond B-3 / Gitarre / Schlagzeug derzeit kaum eine Formation gibt, die dieser das Wasser reichen könnte. Daß sie das ursprünglich mit dieser Besetzung assozierte Soul Jazz-Format längst gesprengt hat, ist bekannt; man kann es hier auch leicht am Repertoire erkennen: Neben eigenen Kompositionen stammen die Stücke etwa von Wayne Shorter, Keith Jarrett, Abdullah Ibrahim oder Thelonious Monk. Und keineswegs ist es ja so, daß Goldings Orgel hier die einzige Hauptrolle spielte – das souveräne Understatement in Bernsteins Spiel (niemals auch nur ein Ton zuviel!) und das inventive Drumming voller rhythmischer Hakenschläge (natürlich ohne den Groove aus der Spur zu bringen) von Stewart begeistern immer wieder aufs Neue. Wie eigentlich jedes Album des Trios (leider gibt es die meisten immer noch nicht auf Vinyl) ist auch dieses nicht nur für Orgel-Freaks Pflicht, sondern eigentlich für alle Fans kleiner Jazz-Besetzungen. Vorzüglich aufgenommen, nebenbei! (2026)






