Rezension
Zutiefst spirituell ist diese Musik fraglos, zur Meditation indes wird sie mancher als ungeeignet empfinden: Coltrane und sein hier letztmals zusammenspielendes klassisches Quartett mit McCoy Tyner, Jimmy Garrison und Elvin Jones – erweitert um Pharoah Sanders und den zweiten Drummer Rashid Ali – stürzen sich kopfüber in den Free Jazz. "The Father, The Son And The Holy Ghost", der eröffnende und mit knapp 13 Minuten längste Track, ist ein musikalischer Sturm, reine Ekstase. Die beiden folgenden Stücke sind ruhiger, "Love" sogar geradezu lyrisch, doch nicht weniger intensiv. "Consequenzes" scheint dann den Opener an Energie noch zu übertreffen, Trane und Sanders spielen sich in einen tranceartigen Zustand von grenzenloser Freiheit. "Serenity" führt dann behutsam wieder auf die Erde zurück. Man muß sich, auch nach 60 Jahren, darauf einlassen wollen. Man sorge danach für absolute Stille, es gehört zum Erlebnis. – Erste offizielle Vinylausgabe (Verve Vault Vinyl-Serie) seit über vier Jahrzehnten! (1966/2026)






