Rezension
Ihr 32. Album wird wohl ihr letztes sein, zumindest hat die 86jährige das offizielle Ende ihrer Diskographie verkündet. Schon einmal, in den frühen 80ern, war die Southern Soul-Ikone zu ihren Gospel-Wurzeln zurückgekehrt, nachdem es ihr gelungen war, ihre Karriere in der Disco-Ära erfolgreich fortzusetzen. Diese neuerliche (und zirkelschließende) Rückkehr zu den Ursprüngen ist allerdings weniger radikal: Gospel ist zwar die Basis, aber dessen weltliche Geschwister Blues und Soul spielen durchaus tragende Rollen. Mit anderen Worten, der Groove ist meist sehr direkt und zwingend – und Statons vokale Präsenz von sehr körperlicher Intensität. Ihre Stimme hat natürlich einige Patina angesetzt, ist aber ebenso wie diejenige ihrer ein dreiviertel Jahr älteren Kollegin Mavis Staples von einer Kraft und Autorität, die keinerlei Widerspruch duldet. Würdevoller hätte sie sich nicht verabschieden können. Man wünscht ihr noch viele gesunde Jahre im Ruhestand. Aber vielleicht hört man ihre Stimme ja doch nochmal… (2026)






