Rezension
30 Jahre nach ihrer Gründung sind Spearmint immer noch one of England's finest! Und jedes neue Album ein kleines Freudenfest. Die Band war auf dem Cover so ziemlich aller wichtiger britischer Musikmagazine, konnte sich immer euphorischer Kritiken sicher sein, ihre Alben tauchten auch gerne in den Jahresbestenlisten auf – nur in den Charts, da fand sie nie wirklich statt. Sie hat es ja auch nie darauf angelegt, unterschrieb nie bei einer großen Firma, sondern vermarktete ihre Alben konsequent selbst, und wahrscheinlich ist Sänger Shirley Lee auch einfach nicht der Typ für Teenager-Schwärmereien: Zu distinguiert, zu intellektuell. Seine Texte sind auch auf diesem elften Album entsprechend literarisch, und wenn einem das Album außerdem wie ein Film vorkommt, kann das daran liegen, daß Lee eigentlich über ein Drehbuch nachdachte. Aber er hat eben auch ein Talent für Popmelodien, und Indie Pop-Perlen wie "1986" (die erste Single dieses Albums) gelingen ihm nicht zufällig, sondern zuverlässig… (2026)






