Rezension
Die beiden Prog Rock-Gitarrenikonen, jeder symbolisch stehend für eine musikalische Generation, arbeiten bekanntlich nicht zum ersten Mal zusammen, und die Idee eines gemeinsamen Albums keimte vermutlich schon bei einer der ersten Begegnungen. Über den Zeitraum von zehn Jahren arbeiteten sie immer wieder daran, nun ist das Ergebnis da: Ein Album aus sieben Instrumentalstücken zum Thema Meer – für einen Sänger läßt die Gegenwart zweier solcher Gitarristen keinen Platz. Ausdrücklich sollte es kein "GTR" (Hacketts Projekt mit Steve Howe) werden. Die beiden Virtuosen lassen sich gegenseitig Raum, keiner muß dem anderen irgendetwas beweisen, es geht mehr um Klangschönheit denn um Virtuosität, und nicht selten rechnet man damit, im nächsten Moment noch David Gilmour zu hören – es hätte gepaßt zu diesen Elegien. Eine Pathos-Allergie darf man hier freilich nicht haben… (2026)






