Rezension
Das Spätwerk beginnt wohl mit dem 1998er "One Hot July", Whites stärkstem Werk seit den frühen 70ern. Ein Niveau, daß der "Swamp Fox" bis zum Ende hielt. Zu den Ersten unter Gleichen zählt fraglos dieses 2004 erschienene Album – selbst dann übrigens, wenn man nur die Songs berücksichtigt, die der hier 60jährige alleine singt, weil es einfach grandios ist, wie er die Spannung hier stets knapp unter Siedetemperatur hält; man spürt durchweg diese unterschwellige Energie. Aber zu einem der besten Alben der ganzen, auch der frühen, Diskographie wird "The Heroines" durch eben die beteiligten "Heldinnen" – fünf an der Zahl: Shelby Lynne, Lucinda Williams, Tochter Michelle White, Emmylou Harris und Jessi Colter, in der Reihenfolge ihres Erscheinens. Jedes dieser Duette ist absolut gänsehäutig. Grausamerweise gab es damals kein Vinyl, dies ist die erste Analogausgabe. Sie dürfte im Handumdrehen vergriffen sein, denn es sind nur 1500 Exemplare. Orangenes Vinyl. (2005/2026)






