Rezension
In der kurzen Zeit, die ihm vergönnt war (er starb 1970 mit nur 39 Jahren), nahm der Saxophonist und Charles Mingus-Partner immerhin eine höchst eindrucksvolle Diskographie auf, allein 16 Alben als Leader zwischen 1960 und 1968, von vielen Auftritten als Sideman ganz abgesehen. "Structurally Sound" bedeutete ein neues Kapitel: Nach der langen Zusammenarbeit mit Prestige Records war dies das erste von zwei Alben für Pacific Jazz. Die Besetzung ist hochspannend: Pianist John Hicks, der junge Charles Tolliver an der Trompete, dazu Red Mitchell am Bass und Drummer Lenny McBrowne (der einige Jahre zuvor Charlie Haden an Ornette Coleman vermittelt hatte). Ervin suchte und fand einen Weg, die neuen Freiheiten eines John Coltrane mit zugänglichen Melodien zu versöhnen; sehr schön nachvollziehbar etwa in Randy Westons "Berkshire Blues", Tollivers "Franes" oder Ervins eigenem, energetischem "Boo's Blues"! Aber das Ensemble kann auch Standards Neues abgewinnen, wie ein exzellentes "Take The 'A' Train" zeigt! – Erste Vinylausgabe seit der Originalpressung! (1967/2026)






