Rezension
Das dritte Album des Mannes aus Oklahoma ist eines der Widersprüche. Grundsätzlich Americana, manchmal auch fast puristischer Country, aber nach vielen Seiten offen: British Invasion-Pop, dreckiger Rock'n'Roll, West Coast-Psychedelia, Glam Rock, Funk – unter anderem. Scott, Sohn eines strenggläubigen Elternhauses und einer erzwungenen Ausbildung zum Prediger entkommen, versucht sich in diesen Songs selbst zu verorten – allerdings nicht auf die selbstzerfleischende Singer/Songwriter-Art, sondern mit einer Menge Humor und noch mehr Energie. Was dabei herauskommt, ist ein schillernd bunter Rock'n'Roll-Spaß – aber unter der Party-Oberfläche findet man eben doch eine Menge Substanz. Scotts Band ist übrigens nichts weniger als grandios, und live bleibt da vermutlich kein Stein auf dem anderen. Schon auf Platte ist man andauernd versucht, den Lautstärkeregler noch ein bißchen weiter zu drehen… (2026)






