Rezension
Dystopia, here we come! Um die Songs des fünften Fontaines D.C.-Albums zu schreiben, nahm Grian Chatten sich selbst gezielt aus der Komfortzone seiner Band heraus, begab sich in die selbstgewählte Isolation (inklusive einer Solo-Tour), mit dem Ziel, einen schärferen Blick nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf eine zersplitterte, entfremdete Gesellschaft zu gewinnen. Die resultierenden Songs sind sicherlich die düstersten, schwersten der bisherigen Diskographie. Es sind natürlich trotzdem grandiose, überwältigende Songs, und auch, wenn dies sicherlich kein "leichtes" Album ist: Man wird es bis zu Ende hören wollen. In seiner Mischung aus melodischer Melancholie und Abgrund klingt es manchmal so, als hätten die frühen Coldplay ein The Cure-Album aufgenommen, wenn man sich das vorstellen kann. Wobei der Tonfall nach der Mitte versönlicher , bedingt optimistischer wird. Ein überraschender Höhepunkt: "Where Is Gone?", Chatten im Duett mit Rosalía – liest sich seltsam, klingt aber phantastisch, die Stimmen ergänzen sich perfekt und der Song ist selbst für diese überragende Band ein Monument… (2026)






