Rezension
Bevor sie 1968 mit „Take A Picture“ ein lange unter dem Radar fliegendes, seit etlichen Jahren aber ikonisch verehrtes eigenes Pop-Meisterwerk schuf, arbeitete Margo Guryan, Jahrgang 1937, bereits längere Zeit Jahre als selbständige Songautorin. Und nahm, ebenso wie Kollegin Carole King, ihre Songs erstmal mit einer Studio-Band selbst auf, um die Demos dann auf dem Musikmarkt anzubieten. Auf dieser reichen Sammlung sind auch einige Songs, die es dann schließlich auf „Take A Picture“ schafften, hier allerdings in erheblich anderen Versionen. Vieles erinnert an den sonnigen Pop von Bands wie The Free Design, und angesichts von Guryans charmantem Gesang kann man nur einmal mehr bedauern, daß die geniale Songwriterin das Rampenlicht (sprich: die Bühne) so sehr scheute. Was für eine reiche Diskographie hätte dies sein können! (2025)