Rezension
In der Musik der von Trompeter Jonas Due und Saxophonist Oilly Wallace geführten Band finden auch auf dem dritten Album eine Menge Begegnungen statt. Skandinavische Jazztradition, Indie-Pop, Post Rock der Chicagoer Schule, durchaus aber auch klassischer Prog Rock (etwa die Pink Floyd der „Atom Heart Mother“-Ära), und Vangelis schüttelt Duke Ellington die Hand (der Duke war für den jungen Due einst eine Leitfigur gewesen). Die fantasievollen, dabei unmittelbar eingängigen Kompositionen der beiden Leader werden mit den flächigen, dabei sehr sensibel dosierten Keyboards von Calle Brickman und den weichen Grooves von Bassist Matthias Petri und Drummer Andreas Svendsen unterfüttert; zusätzlich wurde zu diesem Album die Ambient-Musikerin Sofie Birch eingeladen, die nicht nur ihren Vintage-Synthesizer (ein Roland Juno-106), sondern auch ihre Stimme einsetzt; im Track „Runge“ mit geradezu überirdischem, fast unheimlichem Effekt. Doch auch jenseits dieses Höhepunktes ist dies ein außergewöhnliches Album, auf das sich eine Menge Hörerfraktionen einigen können sollten… (2024)