Rezension
Die Hauptrolle auf dem zweiten Oblivion-Album spielt eigentlich nicht der Bandleader, sondern der geniale schottische Gitarrist Jim Mullen, der nicht nur den größten Teil der Musik schrieb, sondern dessen Spiel das Album auch entscheidend prägt. Faszinierend ist auch die stilistische Ausrichtung: Song-, damit auch poporientierter als das Debüt; der Jazzanteil ist aber immer noch hoch, das Songwriting komplex, doch alles andere als verkopft. In den Grooves: eine Menge Soul! Die engsten Verwandten jensets des Atlantiks sind vermutlich die ersten beiden Chicago-Alben, was insofern bemerkenswert ist, als daß Augers Band ja über keine Bläser verfügt. Auch dies ist jedenfalls eine der bis heute unterschätztesten LPs der Ära; in jeder Beziehung ein Meisterwerk! (1971/2026)






