Rezension
Den Titel von Griffins zweitem Blue Note-Album kann man auf zwei Arten übersetzen: "Eine Bläser-Session", das wäre dann ein Musterbeispiel für Understatement. Oder "Eine explosive Session", das wäre eine so schlichte wie treffende Beschreibung. Denn neben einem stellaren Rhythmus-Trio aus Wynton Kelly, Paul Chambers und Art Blakey steht ein Quartett aus vier der heißesten Bläser der Ära: Trompeter Lee Morgan und drei Tenormen, neben Griffin Hank Mobley – und John Coltrane! Letzterer war tatsächlich gar nicht eingeplant gewesen, Griffin traf ihn zufällig auf dem Weg zu Rudy Van Gelders Studio und fragte ihn, ob er nicht mitkommen wolle. Er wollte, und das resultierende Album ist eine der echten Sternstunden des Hard Bop. Oder auch schlicht: a blowin' session… (2025)






