Rezension
Nach den neun Jahren zwischen "Antiphon" (2013) und "For The Sake Of Bethel Woods" (2022), dem ersten und dem zweiten Album ohne Ur-Sänger Tim Smith, scheinen die Abstände wieder kürzer zu werden. Erfreulich, denn (auch wenn die Band mit beiden Werken bewiesen hatte, daß sie den Verlust ihres Kopfes eindrucksvoll gut verkraftet hatte) Midlake sind besser denn je, oder zumindest wirklich so gut wie bei dem kultisch verehrten 2006er Meisterwerk "The Trials Of Van Occupanther". Wie auf Wolken schwebt der psychedelische Folk Rock, diesmal in Szene gesetzt von Sam Evian, der einmal mehr seine goldene Hand für die genau richtige Klangästhetik seiner jeweiligen Klientel bewies. Und was für wundervolle Songs es sind! Enttäuscht war man noch von keinem Album dieser Band, aber diesmal hat sie die Erwartungen wirklich übererfüllt. Ein Indie-Folk-Meisterwerk, an Melodien so reich wie an Details der Arrangements, und dabei doch von überwiegend bescheidenem, kammermusikalischem Wesen. File under: Lieblingsplatten. (2025)




