Rezension
In den sechs Jahren seit "A Billion Heartbeats" hat sich viel getan: Gitarrist William Rees und Bassist Peter Cochrane verließen die Band; deren Leader Blaine Harrison fand in den Brüdern Ollie und Eddie Taylor aber absolut adäquaten Ersatz: Die beiden spielen sich zwar keineswegs in den Vordergrund, sorgen aber trotzdem hörbar für neue Energie, ja Euphorie. Derer es bedarf für diese Songs, in denen es oft darum geht – dafür steht der Albumtitel – in einer zunehmend chaotischen Welt Schönheit, Glück und Sicherheit zu finden. Harrison und dessen Vater Henry (der ursprünglich die Band mit seinem Sohn gegründet hatte, sich aber bald zurückzog und nur noch die Texte schreibt) schufen herrliche Hymnen zwischen Indie- und Art Pop zu dem Thema, in denen man mal Radiohead, mal die Pet Shop Boys zu erkennen meint – was allein schon eine Leistung ist. Nach 20 Jahren Diskographie und 30 (!) Bandgeschichte zählen Mystery Jets immer noch zur Elite des britischen Pop. (2026)






