Rezension
Ein nachdenkliches, melancholisches Alterswerk, das der 72jährige Ultravox-Sänger da parallel zu einer neuen großen Solo-Tour veröffentlicht. Es ist in zwei Hälften zu je acht Tracks aufgeteilt, deren erste, "World One: Music", ausschließlich introvertierte Instrumentalstücke enthält, die Ure während der Pandemie schrieb. Zwar gab es im Schaffen Ures (mit oder ohne Band) schon immer Instrumentals, die die Alben durchaus bereichern konnten, eine ganze LP damit ist aber natürlich etwas anderes: Wer sich nicht darauf einlassen mag, wird es als sehr lange Ouvertüre zu den acht neuen Songs der zweiten LP empfinden. Dort wird die Grundstimmung zwar beibehalten, doch die Arrangements sind üppiger, die Melodien hymnischer – durchaus ideales Material für die Stimme des Schotten, der auch mit über 70 noch immer zu den besten Sängern Britanniens zählt. (2026)




