Tamikrest

Adagh

Label/AN:  Glitterhouse, GRLP703
Format:  LP 180g

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Rezension

Man weiß sehr schnell, warum Ex-Walkabout Chris Eckman diese jungen Musiker produzieren wollte (und gleichzeitig ein eigenes Album mit ihnen aufnahm: Dirtmusics “The BKO”). Nach dem ersten Takt von “Outamachek” hat einen die Touareg-Band bereits mitgenommen ins nördliche Mali, wo die Sahara beginnt. Natürlich: Ohne die Vorarbeit von Tinariwen, die den Wüsten-Sound mit dem Blues zusammenbrachten, gäbe es das nicht, doch spielen Tamikrest den sogenannten ‘Ishumar Rock’ mit einer eigenen Dringlichkeit, der man sowohl ihre Jugend wie ihre Wut über die herrschenden politischen und sozialen Verhältnisse anhört. Musik, die einen Ausweg bedeutet, ist meistens gut: Man spürt ihre Wichtigkeit, auch dann, wenn man – wie hier – kein einziges Wort der engangierten Texte versteht. Die Musik berührt, in den anfeuernden, wahrhaft rockenden Titeln (vor allem zu Beginn des Albums) ebenso wie in introvertierten Songs wie “Aratane N’Adagh”, die überdies ein Wüstengefühl vermitteln, das dem von Ry Cooders “Paris, Texas”-Soundtrack gar nicht so unähnlich ist. Diese Platte wird einen so schnell nicht mehr loslassen. (Das Album der Südafrikaner Blk Jks ist ja zum Glück von 2009, sonst hätten wir es schwer mit dem “Album des Jahres”… ) (2010)