Rezension
So entspannt klang Steve Marion, der seit sechs Alben mehr oder weniger im Alleingang am Revival des instrumentalen Gitarrenpop arbeitet, selten. Man könnte bei diesen fließenden, hochmelodischen, von Marions pointiertem Spiel auf einer 1966er Stratocaster getragenen Stücken von Yacht Rock sprechen – allerdings auf einem seltenen Niveau. Das kann man schon an der Besetzungsliste ablesen: Da wären etwa Bassist Shahzad Ismaily (u.a. von Marc Ribot- oder Yoko Ono-Alben bekannt), der brasilianische Perkussionist Mauro Refosco (David Byrne, Thom Yorkes Atoms For Peace), Keyboarder Jake Sherman oder Antibalas-Saxophonist Stuart Bogie (der hier an der Bass-Harmonika gastiert). Meister, denen man vor allem in Avantgarde-Zirkeln begegnet, und die hier hörbar lustvoll dem reinen Schönklang frönen. Ein geschmackvolleres Album für den dekadenten Nachmittag am Pool wird man schwerlich finden. (2022)





