Rezension
Ein amerikanisch-französischer Jazz-Dialog, subtil, delikat, selbst in den lauteren Momenten highly sophisticated (dabei aber dennoch lässig swingend). Die musikalische Kommunikation in diesen Sessions vom Dezember 1956 funktioniert so überragend gut, daß man sich weit mehr Material dieser Art wünschen würde, doch die Kombination blieb einmalig. Es dürfte die einzige LP sein, auf der sowohl Connie Kay (4.12.) als auch der gerade nach Paris emigrierte Kenny Clarke (7.12.) Schlagzeug spielen; den Bass bedient in der zweiten Session Percy Heath (in der ersten der Franzose Pierre Michelot), womit immerhin drei Viertel des Modern Jazz Quartet zugegen wären. Was diese LP so einzigartig macht, sind freilich die ortsansässigen Solisten: Der Gitarrist Sacha Distel (der auch ein ausgezeichneter Sänger war, wovon er hier allerdings keine Kostprobe gibt) und der gerade erst 19jährige Barney Wilen, auf dem Weg, einer der wichtigsten Tenorsaxophonisten der alten Welt zu werden! – Die Jazz Wax-Ausgabe enthält zwei Bonustracks in Triobesetzung (Lewis / Heath / Kay), aufgenommen in New York zwei Monate später im Februar 1957. (1957/2026)




