Rezension
Dieses ECM-Album, aufgenommen bereits im Juli 1995 in der Festburgkirche in Frankfurt/Main und seltsamerweise erst vier Jahre später veröffentlicht, zählt sicherlich zu den schönsten und berührendsten in der gesamten Diskographie des estnischen Komponisten. Dessen Kompositionen "Der Spiegel im Spiegel" (in drei Versionen, zwei für Violine/Klavier, eine für Cello/Klavier) und "Für Alina" (Solo-Piano, in zwei Versionen) umschlingen sich hier quasi. Es ist unmöglich, sich gegen die tiefe Spiritualität dieser Musik zu wehren: man ist schlicht ergriffen. Insbesondere Alexander Malters Aufnahmen von "Für Alina" scheinen reines, tief empfundenes Gebet zu sein, fast fühlt man sich durch bloßes Zuhören schon als Eindringling. Den Effekt, den das Album auf den Hörer sehr wahrscheinlich hat, formulierte damals schon Gramophone-Rezensent Rob Cowan: So ziemlich jede anschließende Musik kann nur als Lärm empfunden werden. Aber, wie Cowan abschloß: "It's a risk worth taking." – Erstmals auf Vinyl. (1999, rec. 1995/2026)






