Rezension
Es gibt gar nicht so wenige Musiker, die ein Lied davon singen können, daß es nicht zwingend förderlich ist, einen großen Bruder zu haben, der bereits ein Star ist. Andy Yorke, der jüngere Bruder des Radiohead-Chefs Thom, ist sicherlich einer davon. Denn der Hype um das 1998er Debüt seiner Band verpuffte schnell und verstellte letztlich den Blick auf das Werk an sich, und das ist ein melancholisches Indie Rock-Meisterwerk, das zeigt, daß Thom eben nicht der einzige begnadete Musiker und Songwriter in der Familie Yorke ist. Wer Vergleiche sucht, wird übrigens nicht unbedingt bei Radiohead landen, eher bei The Verve. Eines der unterschätztesten Alben der Britpop-Dekade. (1998/2026)






