Rezension
Dies ist nichts Unbekanntes, sondern Umbenanntes: Dahinter versteckt sich der Klassiker "Chet", auch bekannt als "The Lyrical Trumpet Of Chet Baker", ergänzt immerhin um einen Bonustrack ("I Could Have Danced All Night" aus dem Nachfolge-Album "Chet Baker Plays The Best Of Lerner & Loewe"). Das ändert natürlich nichts an der Qualität der Musik: Die Partnerschaft der beiden vielleicht größten Lyriker des Jazz überhaupt zeitigte eine der unsterblich schönsten Balladenplatten der Jazzgeschichte. Bakers wohl definitives Album – sein vorletztes für Riverside – und absolut hochkarätig besetzt: Neben Evans spielen Herbie Mann, Pepper Adams, Kenny Burrell und Paul Chambers, das Schlagzeug teilten sich Connie Kay und Philly Joe Jones. Allein schon das Zusammenspiel zwischen Burrells Gitarre und Chets lyrischer Trompete (gab es je einen größeren Sänger auf diesem Instrument?), so zu hören auf "It Never Entered My Mind" oder "September Song"… traumhaft, immer wieder… – Limitierte Ausgabe auf klarem Vinyl. (1957/2025)