Rezension
Nein, "rough" ist Andrew Sas Cosmic Americana-Entwurf ganz bestimmt nicht. "Amerikanisch" eigentlich auch nicht, wenn man vom Amerika-Bild des aktuellen Landeschefs und seiner Unterstützer ausgeht. Was Sa hier präsentiert, ist queerer Country, wie ihn erstmals die legendären Lavender Country um den 2022 verstorbenen Patrick Haggerty auf den Plan brachten (Haggerty ist das besonders schöne "Lavender Cowboy" gewidmet). Es ist ausgesprochen lyrische, romantische Musik, aber niemals kitschig – dafür ist Sa ein viel zu feinsinniger Mensch (was man übrigens auch seinen wundervollen Texten anmerkt). Und er hat die ideale Stimme dafür, ein weicher Tenor, der oft an Roy Orbison erinnert. Für rustikale Rednecks ist das eher nichts. Wer die Gattung vom Klischee des kernigen Cowboys zu trennen vermag, bekommt hier eines der schönsten Country-Songwriter-Alben des Jahrzehnts. Ein grandioses Debüt! – "Shadow clear" Vinyl. (2026)






