Rezension
Nach der gelungen Studio-Premiere "Talkin To The Trees" kam für Youngs neue Zweigenerationenband die Live-Feuerprobe in Form von 31 weltweiten Shows. Wobei, wenn man ehrlich ist, das Risiko gering war: Eine Band, die aus Neil Young, Orgel-Legende Spooner Oldham und 3/5 Promise Of The Real (Micah Nelson, Bassist Corey McCormick und Drummer Anthony LoGerfo) besteht, ist fraglos ein Selbstläufer. Und als solcher präsentiert sie sich hier auch. Der Anfang mit dem selten gespielten "Daddy Went Walking" ist ungewöhnlich, die Stimmung bleibt noch über zwei weitere Akustik-Songs völlig entspannt (was man sich ja auch leisten können muß) – bis die Band dann einstöpselt und mit einem fulminanten "Ohio" ihr Potential zeigt. Danach folgen eine Menge Highlights, von der unterschwelligen Energie von "Name Of Love" über den ganz neuen (Protest)song "Big Crime" bis zu fabelhaften Versionen von "Vampire Blues", "Cortez The Killer" und "Like A Hurricane", und so oft man Letztere auch gehört haben mag, in den Studio-Fassungen oder auch live, es ist eben immer wieder ein Erlebnis. Vor allem von so einer Band. (2026)




