Rezension
Veröffentlicht wurde dieses Album erst 1974, als der Pianist durch seine Milestone-Alben wieder einigermaßen fest im Sattel saß. Daß es da schon vier Jahre alt war, dürfte allerdings kaum jemandem aufgefallen sein, denn der sich nah an den afrikanischen Wurzeln bewegende Deep Jazz, den man darauf hört, war visionär genug, um immer noch mindestens auf der Höhe der Zeit zu sein. Die Band besteht aus Saxophonist Andrew White, Gitarrist Ted Dunbar, Buster Williams am Bass, Drummer Billy Hart, James "Mtume" Forman an zusätzlicher Percussion und auf zwei Tracks Sängerin "Songai" Sandra Smith (sagenhaft im Titelstück). Um spektakuläre Soli geht es nicht auf diesem Album, Tyner schrieb die vier Tracks für Ensemble, der Zusammenklang der Instrumente (und der Stimme!) ist das Wesentliche. Eines der wohl am wenigsten bekannten Meisterwerke jener Ära, tatsächlich auch seit den 70ern nie wieder auf Vinyl aufgelegt – dabei schreit das klangfarbenreiche Werk geradezu nach einer HQ-Ausgabe…! (1974, rec. 1970/2026)






