Rezension
Längst hat das Videospiel seinen Platz neben dem klassischen Spielfilm und der TV-Serie eingenommen – auch, was aufwendig produzierte Score-Musik betrifft, die auch ihren Weg in die großen Konzertsäle findet. So weit, so gut. Dies hier ist dennoch etwas Außergewöhnliches: Nicolas Horvath, einer der derzeit wohl bemerkenswertesten Charakter-Erscheinungen am Klavier, nahm sich der Themen zur "Assassin's Creed"-Reihe an, einem Spiel-, Film- und Merchandise-Universum, das für Outsider längst undurchdringlich ist; in den knapp 20 Jahren seit Erscheinen des ersten Teils wurde es zu einem kulturellen Phänomen. Horvaths Aufnahme (gespielt auf einem historischen Flügel, der einst Nadia Boulanger gehörte) ist so eine Art endgültiger hochkultureller Ritterschlag für die von Szene-Stars wie dem Dänen Jesper Kyd, dem Amerikaner Brian Tyler oder dem Schotten Lorne Balfe geschriebene Musik. Der u.a. für seine Aufnahmen und Aufführungen von Werken von Erik Satie oder Philip Glass bekannte Franzose verleiht den 19 ausgewählten Stücken ein Eigenleben; der Weg ins klassische Klavierrepertoire steht offen… (2026)






