Rezension
Natürlich klingt die Band anders als zu Lebzeiten von Pete Shelley, sonst wäre der ja auch überflüssig gewesen und nicht einer der besten Songwriter und Sänger des britischen Punk Rock. Aber schon mit dem 2022er "Sonics In Soul" hatte Steve Diggle in Begleitung der aktuellen Rhythmussektion aus Chris Remington und Danny Farrant bewiesen, daß er in der Lage war, das Band-Erbe nicht zur zu verwalten, sondern auch zu erweitern. Und auch das zweite Post-Shelley-Album, mit dem auch der 50. Bandgeburtstag gefeiert wird, gibt keinerlei Anlaß zu Enttäuschung: Diggle begeistert mit erstaunlicher Vielseitigkeit, er kann den ursprünglichen Sound der Band ebenso wieder aufleben lassen wie neue Wege beschreiten, mal in Richtung klassischer UK-Pop, mal in Richtung Motown. Beides natürlich ohne den identitätsstiftenden Punk-Spirit zu verleugnen! Und getrost darf man sich darauf verlassen, daß Diggle zu den gegenwärtigen gesellschaftlichen Tendenzen nicht nur im UK eine Menge zu sagen hat, was den Songs auch auf textlicher Seite einige Dringlichkeit verleiht…! (2026)






