Rezension
Schon eine 2023er EP offenbarte das Potential des jungen Songwriters aus Arkansas, sein Albumdebüt (mit immer noch erst 20!) hält das Versprechen. Und zwar in jeder Hinsicht. Das Songwriting ist nicht nur erstaunlich reif, sondern auch von erfreulichem melodischem Reichtum (was ja immer seltener wird). Pulliam ist aber auch ein beeindruckender Sänger, in allen Lagen sicher und mit süßem Falsett ebenso überzeugend wie als Rock-Shouter, mit allen Nuancen dazwischen. Und nicht zuletzt haben wir es hier mit einem erstklassigen Gitarristen zu tun, der edles akustisches Folk-Picking ebenso beherrscht wie druckvolle elektrische Riffs, und in den meisten Songs gelingt es ihm, beides zu verbinden – was allerdings das Problem aufwirft, wo man dieses Album eigentlich hinstellen soll, denn auf ein Genre festlegen lassen will Pulliam sich ganz offensichtlich nicht. Was ihn aber nur umso sympathischer macht. Dieses Debüt jedenfalls klingt nach dem Beginn einer sehr spannenden und vielfältigen Diskographie… (2026)






