Rezension
Nach fast zwei Jahren ohne eigenes Album (was damals im Jazz für die größeren Solo-Künstler durchaus eine lange Zeit war – vier LPs im Jahr waren ja keine Seltenheit!) meldete sich der Posaunen-Veteran zurück – mit seinem bis dahin vielseitigsten Album. Mit dem sanften Latin-Einschlag von Cole Porters "I Love You" und dem darauf folgenden (herrlich cool groovenden!) "Melba’s Mood" wurden neue Wege beschritten; die stilistische Brücke zu Greens Big Band-Vergangenheit (in den 40ern beim Earl Hines Orchestra) schlägt eine Neufassung des Standards "Just Friends". Bemerkenswert (neben dem Meister selbst): Die Beiträge des späteren Monk-Saxophonisten Charlie Rouse, dessen großer Ton hier gelegentlich den Eindruck erweckt, man höre ein deutlich größeres Ensemble. Für die ausgeglichene Grundstimmung sorgt die Rhythmussektion aus Joe Knight (Klavier, mit großen Momenten etwa in "Bennie Plays The Blues"!), Bassist George Tucker und Louis Hayes an den Drums. (1958/2026)






