Rezension
Keith Richards, Angus Young, Lemmy Kilmister: Sie alle gehören zu einer besonderen Kategorie Musiker, die das, was sie können, verdammt gut können und darum wissen – weswegen sie sich jeder Veränderung verweigern müssen. Auch das 22. Studioalbum in 40 Jahren Bandgeschichte war so Motörhead, wie es nur sein könnte. Der sträflich unterschätzte Songwriter Kilmister streute dabei zwar zuverlässig immer wieder gute Ideen ein, aber vor allem ist das Album wieder mal eines: Eine hemmungslos laute, rauschhafte Rock'n'Roll-Orgie. Daß es die letzte sein sollte, war damals unvorstellbar: Lemmy galt bis zu diesem Zeitpunkt als unsterblich, eines der großen Rock'n'Roll-Überlebenswunder. Exakt vier Monate später schlug die grausame Realität gnadenlos zu. Die Welt ist ärmer ohne ihn. (2015/2026)






