Rezension
Dramatisch hatten sie sich auf der Bühne des Hammersmith Odeon aufgelöst, bevor sie ein Debütalbum hätten aufnehmen können, ihre beiden Singles für Alan McGees Creation-Label blieben ihr Vermächtnis, es war freilich genug für den Legenden-Status. Ab 2006 aber spielten die Originalmitglieder um Sänger Peter Astor (der ja immer wesentlicher Bestandteil der britischen Indie-Szene geblieben war) wieder gelegentlich live – und noch einmal fast 20 Jahre später, 40 Jahre nach dem Split, nahmen sie dann doch noch ihr Debüt auf – mit dem sie die hohen Erwartungen absolut erfüllten und jeden Skeptiker Lügen straften. Das gilt für den Nachfolger beinahe noch mehr. Jeder Song ein Juwel, geprägt von Astors herrlich unaufgeregtem Gesang und Andy Stricklands Jangle-Gitarre; die beiden schrieben diesmal die Songs überwiegend gemeinsam. Der Tonfall: dezent melancholisch, gleichzeitig unterschwellig ironisch. Very british eben. Wer diese Art Pop schätzt, muß sich sofort in dieses Album verlieben. (2026)






